Hanfanbau

Hanf ist nicht wie viele denken nur eine Drogenpflanze, sondern kann auch als Nutz-, Heil- oder Ölpflanze verwendet werden. So kann man die Hanffaser zum Beispiel dafür verwenden, Textilien oder Kleidung herzustellen, die sehr widerstandsfähig sind und einiges mit Leinen gemein haben. Dabei wurde Hanf schon um 2.800 v. Chr. in China verwendet um Kleidung und Textilien herzustellen, aber auch der Medizinhanf wird heutzutage noch sehr oft benutzt, um bei Patienten Schmerzen zu lindern.

Welche Geschichte versteckt sich hinter dem Hanfanbau? Wie oben schon erwähnt wurde Hanf schon sehr früh in China als Rohstoff und Heilmittel genutzt und angebaut. Über den heutigen Irak und Indien, wurde die Pflanze und ihre Wirkstoffe dann auf der ganzen Welt bekannt, sodass der Hanf vor circa 5.500 Jahren bereits in Deutschland angepflanzt wurde. Im Mittelalter war der Hanfanbau in Deutschland ein wichtiger Bestandteil der Agrarwirtschaft, da man fast nur aus dem widerstandsfähigen Hanffasern Sehnen für Bogen herstellte konnte. Weiterhin wurde der Hanf ab dem 13. Jahrhundert dazu verwendet Papier zu prodozieren. Wengen diesen vielen Vorteilen der Hanfpflanze wurde ihr Anbau immer weiter verbesserte und durch Züchtungen einfacher und ertragsreicher gemacht, sodass Hanf heute relativ einfach anzubauen ist, und auf großen Feldern gezüchtet werden kann.

Der richtige Hanfanbau

Was ist beim Anbau von Hanf zu beachten? Da Hanf, bei den entsprechenden Bodenverhältnissen, eine Wurzel von bis zu 140 Zentimeter Länge entwickeln kann, ist Hanf besonders gut dafür geeignet, in ausgelaugten und verhärteten Böden eingepflanzt zu werden, da die langen Wurzeln das Erdreich auflockern, und unter anderem für den späteren Anbau von anspruchsvolleren Pflanzen vorbereiten. Um nun eine ertragsreiche Ernte verbuchen zu können, ist es vor allem wichtig, dass man ein qualitativ hochwertiges Saatgut oder noch besser Stecklinge verwendet.

Weiterhin sind natürlich die klimatischen Bedingungen wichtig, in denen die Pflanze aufwachsen soll. Um hier gute Verhältnisse zu schaffen, wird der Hanfanbau oft in Gewächshäusern durchgeführt, hier wachsen zwar die Pflanzen besser, die Methode ist aber teurer als der Outdoor-Anbau. Weiterhin ist darauf zu achten, das man nur männliche Hanfpflanzen anbauen darf (außer beim Medizinischen Hanf) da diese nicht die Inhaltstoffe enthalten, durch die man den Hanf zu einer Droge machen kann.